● Lupus-Nephritis (LN) ist eine Erkrankung der Nieren, die bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) auftritt. [1]
● Bei SLE handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass das Immunsystem (das Abwehrsystem des Körpers) die eigenen Körperzellen oder Organe fälschlicherweise als „fremd“ ansieht und angreift. Dadurch können Organe wie Haut, Gelenke, Blutgefäße, Lunge, Gehirn und/oder Nieren geschädigt werden. [2]
● Zur Lupus-Nephritis kommt es, wenn die kleinen Blutgefäße, die das Blut in den Nieren filtern (auch als Glomeruli bekannt) vom Immunsystem angegriffen werden und infolgedessen eine Nierenschädigung durch Schwellungen und Narbenbildung auftritt.
● Bei manchen Patienten mit LN verschlechtert sich der Zustand der Nieren immer weiter, bis sie schließlich ihre Funktion ganz einstellen. Wenn das geschieht, benötigen die Patienten entweder eine Dialysebehandlung, also die Blutreinigung mithilfe einer Maschine, oder eine neue Niere (Nierentransplantation) [1,2].
Schätzungen zufolge leiden 1,5 Millionen Menschen in den USA und 5 Millionen weltweit an einer Lupus-Erkrankung. [3]
SLE kommt bei Frauen weit häufiger vor als bei Männern. Fast 9 von 10 SLE-Patienten sind Frauen. [4]
Die LN ist eines der häufigsten Probleme bei SLE-Patienten. Nierenschädigungen unterschiedlicher Art finden sich bei nicht weniger als 6 von 10 erwachsenen Patienten mit SLE. [4, 5]